Rückblicke

Vergebung ist möglich- und, sie macht frei!!
Ursula Link  beim Frauenfrühstück in Zusenhofen
 
Man hätte eine Stecknadel fallen gehört, so gebannt lauschten über 200 Frauen dem Bericht von Ursula Link. Es war aber auch fast unglaublich- und doch jedes Wort Wirklichkeit.
Das grausame Erleben des gewaltsamen Todes ihrer 16 jährigen Tochter Steffi in der Milleniumsnacht brachte sie und ihre zweite Tochter Nadine an die Grenzen der Aushaltbaren.
Alpträume, körperliche Krankheitsattacken und fehlende Kraft zum Weiterleben bis zum Suizidversuch der Tochter Nadine bestimmten die Wochen und Monate und Jahre nach dieser Schocknachricht.
Die Wende kam, als eine Freundin begann, mit Frau Link zu beten und sie in einen Gottesdienst einlud. Langsam, ganz langsam begann Ursula Link sich für den Glauben zu öffnen, Jesus um Hilfe zu bitten in dieser unglaublichen Not.
 
Sehr authentisch und ehrlich berichtete sie weiter von diesem Weg, ihren Kämpfen, verzweifelten Gebeten und vielen vielen Gesprächen mit ihrer Freundin und Seelsorgerin.
Überlebenswichtig wären ihr nun die regelmäßigen Gottesdienstbesuche gewesen, wodurch sie nicht nur neue Kraft tankte, sondern auch langsam Frieden und eine gewisse Ruhe fand.
 
Schritt für Schritt erlebten beide in einem langen Prozess – auch begleitet durch eine Verhaltenstherapie-  wie die  körperlichen Krankheitsattacken nachließen, die Alpträume nach und nach verschwanden, die Tochter aufhörte, sich zu ritzen und wie behutsam neuer Lebensmut aufkam.
 
Irgendwann begann sich Ursula auf diesem Weg auch damit auseinanderzusetzen, dass Jesus uns auffordert, zu vergeben. Wieder lauschten die vielen Frauen gebannt als sie von diesem ersten Gedanken daran berichtete und dem langen Ringen sich wirklich auf diesen „Weg“  zu begeben.
Einfühlsam wurde sie in diesem Prozess begleitet, irgendwann sprach sie diese Worte der Vergebung aus,  spürte aber,  dass sie noch nicht voll aus ihrem Herzen kamen- was jede Zuhörerin nachvollziehen konnte.
Irgendwann der nächste unglaubliche Schritt: Ursula Link entschließt sich, in der Gefängnisseelsorge in Freiburg mitzuarbeiten, den ihre Gemeinde in einem Arbeitszweig leistete. Gefängnisarbeit unter Schwerstverbrechern im Gefängnis in Freiburg, ein Weg, der schwer genug ist, aber wenn man selbst betroffen ist?
 Link berichtet von ihren ersten Kontakten mit Menschen, die getötet hatten und andere schwere Verbrechen begangen hatten und  davon, wie sie ganz stark spürte, wie Gottes Liebe ihr Herz zu diesen Menschen erfüllte, sie diese Menschen zu lieben begann, die tief bereuten- aber nie mehr wirklich „gutmachen“ konnten, was sie getan hatten. Sie lernte Menschen kennen, die den Mörder ihrer Tochter kannten und erfuhr so davon, dass eben dieser auch in diesem Gefängnis untergebracht war. Ein langer Weg, viele unglaubliche Begegnungen und Erlebnisse und Gebete – an dessen Ende eine von Ursula erbetene Begegnung mit dem sterbenskranken Mörder ihrer Tochter stand.
Kaum wagte man nicht zu atmen während der Schilderung Ursula´s, als sie in Begleitung der Frau des Mörders, Krankenpfleger und Sozialarbeiter ans Krankenbett des Sterbenden trat und seine Hand nahm, die dieser  ihr entgegenstreckte und um Vergebung bat- und sie diese ihm zusprechen konnte. Die Schilderung der spürbaren göttlichen Atmosphäre in diesem Krankenzimmer, die dabei herrschte, als dieser Mann seinen Frieden mit Gott fand, es war schier unglaublich, aber man nahm Ursula Link jedes Wort ab, das davon sprach.
Dass ihr Herz danach nicht nur voller Frieden und ja, Freude  war, sondern nochmals viele viele schwere Steine von Ihrem Herzen rutschten, wer konnte das nicht verstehen?
 
„Es ist so wichtig, zu vergeben, damit wir frei werden, frei und heil, um weiterzuleben, die Last an Gott abzugeben. Dies wusste Jesus, darum hat er uns angewiesen, zu vergeben- um unseretwillen!“
Während die Musikgruppe spielte, hatten die Frauen die Möglichkeit, über ihr eigenes Leben und Verletzungen nachzudenken.
Mit einem Gebet, das die Besucherinnen mitbeten konnten, gab Link den Frauen die Möglichkeit, nun selbst Vergebung auszusprechen und ihren Frieden mit Gott zu finden.
 
Ein  berührender, ehrlicher, aber sehr mutmachender  Bericht über einen schwierigen schmerzhaften Weg, der durch Gottes Hilfe und Liebe und ausgesprochene Vergebung wiederum die Heilung eines fast zerstörten Lebens bedeutete und den keine der Frauen, die diesen Morgen miterlebten, vergessen werden.
 
  

Einfach glücklich – wenn das mal so einfach wäre
Irina Ort beim Frauenfrühstück am 29. März 2019 in Stadelhofen 

Am 29. März 2019 durften wir knapp 200 Frauen begrüßen, die sich Zeit genommen hatten, sich mit einem ausgiebigen Frühstück und dem Vortrag von Irina Ort zum Thema Glück zu verwöhnen. Drei „Glückskiller“ hat Irina Ort an diesem Morgen identifiziert: Schuld, Neid und Ängste. Von diesen Glückskillern könne man sich befreien durch Vergebung (auch sich selbst), dem Verzicht, sich immer wieder mit anderen zu vergleichen und der Möglichkeit, die Ängste und Sorgen vor Gott zu bringen und ihm abzugeben. Zuletzt verordnete Irina Ort zwei Glückspillen: Dankbarkeit und Zufriedenheit.

 

Raus aus alten Mustern – Veränderung ist möglich
Irmgard Schaffenberger  beim Frauenfrühstück am 24. November 2019 in Stadelhofen (Bericht von Regina de Rossi)  

210 Frauen waren der Einladung zum Frauenfrühstück der fcg – Kirche (er) leben nach Stadelhofen in die Halle gefolgt. Hier hatten die Männer der Gemeinde ein opulentes Frühstücksbüffet aufgebaut. Auch in diesem Jahr gab es, neben gemeinsamem frühstücken und singen einen der Vorträge, die immer wieder die Frauen zu diesem Samstagmorgen inspirieren. „Raus aus alten Mustern“, hatte Irmgard Schaffenberger aufbereitet und wertvolle Denkanstöße vermittelt: „Der erste Schritt lautet hier, wir müssen und ganz klar darüber sein, was wir eigentlich verändern wollen!“ Erst dann setze man einen Prozess in Bewegung und diesen wiederum gelte es auszuhalten. „Nur was angenommen ist von mir, kann heilen!“ so die Referentin: Haben Sie Probleme in der Partnerschaft kann ich ihnen nur raten: „Nehmen sie ihren Mann an, wie er ist!“ Nur dadurch kann es zu Veränderungen kommen, denn niemals könne man den anderen ändern, wohl aber sich selbst und dadurch einen gelingenden Prozess aktivieren. Selbstannahme, Selbstbewusstsein, das gelte gestärkt zu werden um ein erfülltes Leben zu führen: Machen Sie es wie Jesus, der sagt „Liebe doch die drei: Gott, Deinen Nächsten und bitte schön auch Dich selbst!“ Lange hielt der Beifall für diesen Vortrag an und ein Besucherin resümiert: „Man nimmt immer so viel mit, das ist wie ein Geschenk!“